Sensible Antennen

Die Chakren sind gewissermaßen unsere Antennen: Sie verbinden deine Innenwelt mit deiner Außenwelt. Was es mit den Energiezentren auf sich hat und wie du sie nutzen kannst, um körperliche und seelische Balance zu finden, erfährst Du hier.

Das Wort Chakra stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Rad“ oder „Kraftwirbel“. Chakren sind (nicht sichtbare) Energiezentren, die  Lebensenergie sowohl aufnehmen, transformieren als  auch wieder abgeben.
Die Chakra-Lehre ist ein aus Indien stammendes Philosophie- und Meditationssystem,
das einen von vielen Wegen beschreibt, wie der Mensch zu seinen Zielen gelangen kann bzw. sich besser lesen kann. Da die Chakren-Lehre im Alltag leicht umsetzbar ist, ist sie inzwischen auch im Westen weit verbreitet – und eine schöne Bereicherung unserer Denkweise. Überlieferte Schriften geben die Zahl der Chakren mit 88.000 Chakren an. Das bedeutet, dass es am menschlichen Körper kaum einen Punkt gibt , der nicht ein sensibler Ort für die Aufnahme, Umwandlung und Weitergabe von Energien ist. Die meisten dieser Chakren sind jedoch so klein, dass sie nur eine untergeordnete Rolle im Energiesystem spielen. Es gibt auch ca. 40 Nebenchakren , denen größere Bedeutung zu kommt. Die wichtigsten davon befinden sich im Bereich der Milz, im Nacken, in den Handflächen und unter den Fußsohlen. Ähnlich wie die Seele sind Chakren organisch nicht vorhanden.

Sieben Hauptchakren

Die indische Chakra-Lehre aus dem Ayurveda kennt sieben Haupt-Chakren, die vertikal entlang der Wirbelsäule bzw. vorderen Körpermitte liegen. Unser gesamtes  körperliches, geistiges und seelisches Leben beruht auf einem harmonischen Zusammenspiel  dieser Chakren. Sie sind entscheidend für die Funktion der grundlegendsten und wichtigsten Bereiche in Körper, Geist und Seele des Menschen. Daher sind die Chakren auch jene Schaltstellen im Energiesystem des Menschen , in denen sich Blockaden, Widerstände, Programmierungen vorrangig festsetzen. Jedes der sieben Haupt-Chakren steht mit ganz bestimmten Körperzonen, Organen, Drüsen, Emotionen, etc. in Verbindung. Den einzelnen Chakren können ganz bestimmte Farben, Vokale, Töne, Edelsteine, Bachblüten, Aromaöle zugeordnet werden, deren Schwingung auf die Chakren harmonisierend einwirkt.
Der Chakren können aber auch durch einfaches Handauflegen energetisiert und ausgeglichen werden. Meditationen und bestimmte Körperübungen wirken ebenfalls ausgleichend, harmonisierend und stärkend auf unsere Energiezentren.

Um inneres Gleichgewicht und die damit verbundene Kraft, Kreativität , Erkenntnis, Liebe und Seligkeit zu erfahren, müssen alle Chakren geöffnet sein und in Harmonie miteinander arbeiten.
Hier kannst Du nachlesen , welchen spezifischenEigenschaften mit jedem Chakra in Verbindung stehen. Das Wissen über die Chakren kann Dir eine große Hilfe zur Selbstkenntnis werden und dich auf deinem Weg zur Erforschung aller angelegten Fähigkeiten und Möglichkeiten begleiten.

Erstes Chakra: Wurzel- oder Basischakra

Das Wurzelchakra liegt im Bereich des Beckenbodens zwischen Anus und Genitalien. Es ist nach unten geöffnet und verbindet den Menschen mit der Erde. Diese Bewusstseinsstufe wird im ersten Lebensjahr des Menschen gebildet und beinhaltet Urvertrauen sowie Sicherheit.

Im harmonischen Zustand schenkt uns dieses Chakra tiefe Verbundenheit mit der Erde und ihren Geschöpfen, ungetrübte Lebenskraft, Zufriedenheit, Stabilität und innere Stärke. Ist dieses Chakra gestört, fehlt dem Menschen Stabilität. Dies wirkt sich in Verstopfung, Kreuzschmerzen oder Knochenerkrankungen aus, seelisch kann dies existentielle Ängste zur Folge haben. Auch Zähne, Nägel, Blutbildung und der Ischiasnerv stehen mit dem Wurzelchakra in Verbindung.

Farbe: rot, Symbol: Vierblättriger Lotus, Element: Erde, heilend auch die Naturerfahrung, die Verbindung mit der Erde, Sinnesfunktion: Riechen, Ton: der Vokal U ist dem Wurzel-Chakra zugeordnet, ein tiefes C gesungen. Der Klang U löst eine nach unten gerichtete Bewegung zu deinen Wurzeln aus. Und die belebt die erdhaften Kräfte des unteren Chakras.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Viel Bewegung an der frischen Luft, Barfußgehen, rhythmische Musik mit Trommeln, rote Kleidung und Blumen.

Durch Ernährung: Eiweiß erdet. Fühlt man sich schwach und orientierungslos, kann eine Fleischmahlzeit helfen. Vegetarier greifen zu Tofu, Bohnen, Nüssen und Milchprodukten. Achtung: zu viel Fleisch kann träge machen.

Im Alltag: Viel Bewegung an der frischen Luft, Barfußgehen, rhythmische Musik mit Trommeln, rote Kleidung und Blumen.

Mit Düften: Nelke, Rosmarin, Ingwer, Zypresse, Zeder.

Affirmation:

Ich vertraue

Ich bin gut geerdet

Zweites Chakra: Sakral- oder Sexualchakra

Das Sakralchakra liegt etwa eine Hand breit unter dem Bauchnabel und ist wie die kommenden fünf Chakren nach vorne geöffnet. Natürliches Fließen mit dem Leben und den Gefühlen, Fluss der Schöpfung ,Tanz der weiblichen und männlichen Energien und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Es steht für Lebenslust, der Schaffenskraft und ist der Sitz ungefilterter, ursprünglicher Emotionen. Zudem entgiftet es den Körper über die Harnwege, reguliert die Drüsenfunktion von Hoden bzw. Eileiter und wirkt somit auf den Fortpflanzungstrieb der Menschen.

Ist das Sakralchakra gestört, kann sich das in Krankheiten an den Geschlechtsorganen, Störungen im Sexualverhalten, Süchten und Antriebslosigkeit auswirken.

Farbe: orange, Symbol: Sechsblättriger Lotus, Element: Wasser, Sinn: Geschmack, Ton: Vokal O auf der D Tonleiter gesungen weckt die Tiefe der Gefühle und führt dich in die kreisförmige Ganzheit, in der Ying und Yang die weibliche und die männliche Energie zu einer Einheit gelangen im harmonischen Zusammenspiel. Naturerfahrung: Licht des Monds oder die Berührung vom klaren Wasser.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Den Kontakt zu Wasser suchen: viel baden, schwimmen, reichlich trinken und am Meer spazieren gehen. Kreative Tätigkeiten wie Malen und orangefarbene Einrichtungsgegenstände wirken unterstützend.

Durch Ernährung: Flüssigkeiten in Form von Wasser, Kräutertees und Säften unterstützen den Reinigungsprozess. Daher mindestens täglich zwei Liter trinken.

Mit Düften: Ylang-Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Pfeffer, Vanille, Bitterorange und Orange.

Affirmation:

Ich bin im Fluss

Ich lasse los

Drittes Chakra: Nabel- oder Solarplexuschakr

Das Solarplexuschakra befindet sich im Magenbereich, auf der Höhe des Sonnengeflechts. In ihm wird viel Lebensenergie gespeichert und es ist verantwortlich für Energie, Aktivität, Leistung und die Entwicklung des eigenen „Ichs“. Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen werden hier gesteuert, Sympathien und Antipathien.

Die vitalen Antriebe , die Wünsche und Gefühle der unteren Chakren werden hier „verdaut“ um sie für die bewusste Gestaltung unseres Lebens einsetzen zu können. Gefühl von Frieden, innere Bejahung Harmonie mit Dir selbst, die Bejahung und die sinnvolle Integration der Gefühle sowie unsere Lebenserfahrung führen dazu, dass sich das dritte Chakra entspannt und das Licht immer mehr zunimmt. Wir fühlen uns hell, freudig und erfüllt, wenn sich das 3. Chakra in einem harmonischen Zustand befindet.

Bei Blockaden fühlen wir uns düster und dunkel, durch schlechte Stimmung versuchst Du deine innere und äußere Welt zu kontrollieren. Emotionen stauen sich auf und manchmal überfluten sie dich und äußern sich in Ärger und Gereiztheit. Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Diabetes, Übergewicht und auf der psychischen Seite Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Unsicherheit, Schlafstörungen oder mangelndes Selbstbewusstsein können auf eine Disharmonie des dritten Chakras hindeuten.


Farbe: gelb, Symbol: Zehnblättriger Lotus, Element: Feuer(Licht), Sinneserfahrung: Sehen, Naturerfahrung: goldene Sonne, Wärme, Rapsfeld, lichtdurchscheinende Wiesen. Ton: Offenes O (Tonleiter e)das O bringt Weite, Fülle und Manifestation.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Neben gelben Blumen helfen tiefe Bauchatmung, gefühlvolle Musik, Kerzenlicht, Kaminfeuer und kurze Sonnenbäder.

Durch Ernährung: Kohlenhydrate (Kartoffeln, Brot, Reis, Nudeln) dienen als Energienahrung. Am besten zu Vollkornprodukten greifen, da der Körper diese langsam aufnimmt. Zucker wirkt als Aufputschmittel und schädigt langfristig das dritte Chakra. Eine Sucht nach Süßem deutet auf ein Ungleichgewicht im Solarplexuschakra hin – die gleichzeitig auch die Ursache sein kann.

Mit Düften: Lavendel, Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel

Affirmation:

Viertes Chakra: Herzchakra

Das Herzchakra liegt auf der Höhe des anatomischen Herzens, in der Mitte des Brustbereiches. Es ist der Mittelpunkt des Chakrensystems und beherbergt die bedingungslose Liebe, die über die egoistischen Interessen hinausgeht und Toleranz, Mitgefühl und Menschlichkeit zulässt. Alle Gefühle und alle Lebensäußerungen entspringen der ursprünglichen Sehnsucht nach Liebe nach Vereinigung mit dem Leben und sind letztendlich ein Ausdruck von Liebe. Das positive liebevolle Ja erzeugt eine Schwingung, in der sich negative Ausdrucksformen und Gefühle nicht halten können. Und sich auflösen.

Eine liebevolle Hinwendung zum Leid oder Schmerz können Leid und Trauer neutralisieren und transformieren. Störungen wirken sich in Herz-, Kreislauf-, Lungen- und Hauterkrankungen aus, sowie in Gefühlskälte und mangelnder Abgrenzung. Bspw. möchtest Du gerne geben und für Andere da sein, bist jedoch blockiert und erwartest Dir Anerkennung und Bestätigung und fühlst Enttäuschung, wenn deine Bemühungen nicht so gewürdigt werden
Farbe: grün, Symbol: Zwölfblättriger Lotus, Element: Luft (Wind) Sinneserfahrung: Haptik, Naturerfahrung: Spaziergang in der grünen unberührten Natur, rosafarbene Blumen, Ton: Vokal A, F auf der Tonleiter der offenste Vokal.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Grüne und rosa Kleidung tragen, oft in der grünen Natur aufhalten, Selbst-Verwöhnugsprogramme machen, sich aber auch um andere Lebewesen kümmern.

Durch Ernährung: Man sagt, im Gemüse stecken sowohl die Lebensenergie der Sonne (Feuer) als auch das Beste aus Erde, Luft und Wasser. Da das Herzchakra die Farbe Grün hat, helfen reichlich Spinat, Erbsen, Gurke und Salat.

Mit Düften: Rose, Jasmin, Estragon, Kardamom.

Affirmation:

Ich bin Liebe

Ich sage Ja zu meinen Gefühlen

Fünftes Chakra: Halschakra

Harmonische Funktion: Mit einem vollständig geöffneten Halschakra drückst du offen und ohne Furcht deine Gefühle, Gedanken und inneren Erkenntnisse aus. Du bist ebenso in der Lage, deine Schwäche zu offenbaren, wie deine Stärke zu zeigen. Deine innere Aufrichtigkeit Dir selbst und andern gegenüber drückt sich in einer aufrechten Haltung aus. Hals, Kiefer, Kehlkopf, Speise- und Luftröhre werden ebenfalls beeinflusst.

Ist das Halschakra blockiert, führt dies zu Schilddrüsenerkrankungen, Nackenschmerzen und unbewusste Schuldgefühle und Ängste hindern dich daran zu zeigen, wie Du wirklich bist.

Durch Gesten und vielerlei Worte kann es sein, dass du überspielst, wer hinter der Maske steckt, wer Du wirklich bist. Auf psychischer Ebene zu Schüchternheit, Mangel an Ausdrucksmöglichkeiten oder Sprachstörungen.

Farbe: blau, Symbol: Sechzehnblättriger Lotus, Element: Klang, Sinn: Hören, Ton: Der Vokal E belebt das Halschakra auf der Tonleiter G gesungen, Naturerfahrung: Blau des Himmels genießen.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Regelmäßiges Singen und Schreiben, Musik hören. Die Farbe hellblau ins Leben integrieren.

Durch Ernährung: Reifes Obst enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und natürlichen Fruchtzucker. Es passiert von allen festen Nahrungsmitteln am schnellsten das Verdauungssystem und verursacht dem Körper wenig Arbeit, so dass viel Energie in die oberen Chakren aufsteigen kann.

Mit Düften: Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Minze, Manuka

Affirmation:

Ich öffne mich

Ich lebe meine Wahrheit

6. Chakra: Stirnchakra oder Drittes Auge

Das Stirnchakra befindet sich zwischen den Augenbrauen, zwei Finger breit oberhalb der Nasenwurzel. In diesem wusstseinsstadium geht es um Weisheit, Erkenntnis und Intuition, die die Menschen sich im Leben aneignen. Ein ausgeprägtes Stirnchakra bedeutet eine lebhafte Vorstellungskraft.

Ist das Dritte Auge blockiert, kann es zu Kopfschmerzen, Erkrankungen der Sinnesorgane, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, geistiger Verwirrung, Lernschwäche oder übertriebene Ängstlichkeit kommen.
Farbe: Indigo, Symbol: Sechsundneunzigblättriger Lotus, Element: Geist, Sinneserfahrung: Sehen, Intuition, Ton: mit dem I wird das Stirnchakra aktiviert, auf der Tonleiter A löst es eine nach oben gerichtete Bewegung aus und es repräsentiert die Kraft der Inspiration. Naturerfahrung: tiefblauer, sternenübersäter Nachthimmel.

DAS CHAKRA STÄRKEN:

Im Alltag: Träume aufschreiben, zur Abwechslung Märchen und Fabeln lesen. Statt schwarz mal komplett in blauer Kleidung aus dem Haus gehen.

Mit Ernährung: Für dieses und auch für das siebte Chakra lassen sich nicht wirklich Ernährungsempfehlungen aussprechen, da sie nicht mit körperlichen, sondern mit geistigen Zuständen zu tun haben. So entspricht das Fasten den beiden oberen Chakren am ehesten.

Mit Düften: Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum.

Affirmation:

Ich bin

Ich erkenne

7. Chakra: Kronen- oder Scheitelchakra

Das Kronenchakra befindet sich über dem Scheitelbereich des Kopfes und ist nach oben geöffnet. Es verbindet den Menschen mit dem Himmel bzw. dem Göttlichen. Hier befindet sich die Spiritualität und Religiosität des Menschen, zu dem erst Zugang gewährt wird, wenn die anderen sechs Chakren eine solide Basis bilden.

Stille erfahren, Verbundenheit dein eigentliches Wesen in vollkommener Bewusstheit zu erleben. Nicht frei Sein von Angst, Verunsicherung und Ziellosigkeit können Folge der Blockaden sein. Blockaden äußern sich durch chronische Krankheiten, Immunschwäche, Depressionen oder Realitätsflucht.

Farben: violett, weiß, Gold, Symbol: Tausendblättriger Lotus, Element: Universum, Weite, Unendlichkeit am besten auf einem Berggipfel erfahrbar. Der Laut M öffnet das Kronen-Chakra, entspricht auf der Tonleiter dem h – und ist ein immerwährendes Summen. Naturerfahrung: Die Weite und die Unbegrenztheit, die Nähe zum Himmel , Gipfel eines hohen Berges.

Im Alltag: Weite Ausblicke suchen, etwa auf einem Berg steigen und sich verneigen: vor dem Selbst und vor anderen Lebewesen.

Durch Ernährung: Fasten – siehe 6. Chakra.

Mit Düften: Weihrauch, Rosenholz, Neroli.

Affirmation:

Ich bin verbunden

Ich bin strahlendes Licht

Quelle: Das Chakren Handbuch von Shalila Sharamon /Bodo J. Baginski