Erlaube dir langsam zu sein

Gerade wenn wieder alles schneller gehen soll, erlaube dir langsam zu sein. In der neuen Podcastfolge lade ich dich auf eine Gehmeditation ein. Schalte ganz bewusst 10 Minuten lang einen Gang herunter.

Hier geht’s zur Podcastfolge mit der Gehmeditation.

Was ist die Gehmeditation?

Gehen und Meditation ist das nicht ein Widerspruch in sich? Nein, überhaupt nicht. Denn die Gehmeditation zählt zu den Bewegunsgmeditationen. Und Bewegungsmediationen sind meiner Meinung nach ideal als Einstieg in die Meditation. Denn wenn du dich bewegst, werden die Gedanken automatisch weniger und der Verstand gönnt sich eine Pause.

Es gibt natürlich unterschiedliche Bewegungsmeditationen. Die gängigsten sind Tanzmediationen aber auch Yoga oder Joggen zählen dazu. Bei den Bewegungsmeditationen geht es einfach darum, die Gedanken leiser werde zu lassen und über den Körper zu entspannen und loszulassen.

Lass Müdigkeit und Antriebslosigkeit einfach gehen

Gerade wenn du dich zum Beispiel nach der Mittagspause oder am Nachmittag müde und antriebslos fühlst, ist die Gehmeditation eine wunderbare Methode, um deine Kraftreserven sofort wieder aufzufüllen. Das gehen und der Kontakt deiner Füße mit dem Boden erdet dich und beruhigt dich.

Entdecke die Achtsamkeit

Es ist ein „Herunter zu kommen“ im wahrsten Sinne des Worte. Da wir sehr oft – aus purer Gewohnheit –zu schnell unterwegs sind – ist es geradezu entspannend und erholsam öfters unsere Geschwindigkeit „herunterzufahren“. Es ist die wohl einfachste Art, ins Jetzt zurückzukehren und aus dem Gedankenkarussel auszusteigen.

Diese Verlangsamung ist generell eine wertvolle Methode für die Achtsamkeit im Alltag. Wir können das Gehen aber auch bewusst verlangsamen, wenn es sich gut anfühlt und uns unterstützt. Diese Praxis ist nicht nur erfolgreich beim Gehen, sondern auch in der Kommunikation sowie beim Handeln

Einfach, aber nicht immer leicht

Wie funktioniert die Gehmeditation? Du kannst sie zu Hause durchführen oder in der freien Natur, am besten barfuß. Entscheidest du dich für die Natur, suche dir eine gewisse Strecke in der Natur aus, die du gehen willst. Oder du gehst – falls möglich – in deinem Garten oder einem großen Zimmer einfach ein paar Runden,

Bei der Gehmeditation liegt die Aufmerksamkeit in den Füssen und im Atem. Das ist insofern vorteilhaft und wirksam, da die Füße am weitesten entfernt vom Verstand sind und du dich damit automatisch mehr erdest.

Anleitung Gehmeditation



Stelle dich nun an deinen Ausgangspunkt . Du stehst ganz gerade. Verbinde dich gut mit der Erde. Die Schultern sind ganz locker, dein Kopf ist aufrecht. Dein ganzer Oberkörper ist aufrecht, Die Hände und deine Fingerspitzen zeigen Richtung Boden.
Beginne nun langsam am zu gehen Hebe dein rechtes Bein wie im Zeitlupentempo, setze mit der Ferse deinen rechten Fuß ganz langsam ab
Während dein linker Fußballen ganz langsam abrollt und du das linke Bein für den nächsten Schritt hebst. Gehe nun ganz langsam und achtsam den nächsten Schritt
Finde dein ganz eigenes Tempo, Schritt für Schritt. Atme tief ein und aus und finde deinen natürlichen Atemrhythmus.
Lenke deine ganze Aufmerksamkeit auf die Füße. Beim Gehen nehmen wir mit unserer Aufmerksamkeit die Füße wahr.
Spüre deine Füße, wie sie den Boden berühren. Nimm die Empfindungen in den Füßen wahr und den Kontakt mit dem Boden.
Geh ganz langsam, langsamer als du es gewohnt bist.
Atme tief ein und aus.
Und nimm wahr was du rundherum spürst.
Wie fühlt sich der Boden an, wie ist die Temperatur, welche Geräusche hörst du
Atme tief ein und aus.
Verbinde dich mit der Erde – fühle die Kraft der Erde.
Atme ein und atme aus und gehe wie im Zeitlupentempo.
Gehe langsam – langsamer als du es gewohnt bist.
Mach das ein paar Runden.
Beende dann die Gehmeditation, bleibe noch etwas stehen,
verteile dein Gewicht ganz gleichmäßig auf die Füße und beginne dich mit deinen Füßen fest in den Boden zu verwurzeln. Verschließe für einen Moment die Augen und verbinde dich mit der Erde. Nimm auch hier die mit jedem Atemzug ganz bewusst die Kraft der Erde auf und verteile sie in deinem ganzen Körper. Fühle dich ganz verbunden mit der Erde und mit dir.

Ein TIPP, um es dir etwas leichter zu machen

Der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh, gibt uns auch eine bestimmte Form der Gehmeditation.

Darin verbinden wir beim Gehen bestimmt Worte bzw. Gedanken mit dem Atem.

Einatmend sagen wir „Ich bin angekommen“

Ausatmend sagen wir „Ich bin zuhause“ Das meint, dass wir im Jetzt angekommen bzw. zuhause sind.

Die Worte können uns helfen, die Aufmerksamkeit in das Jetzt zu bringen und im Verstand ist kein Platz mehr für andere, ablenkende Gedanken.

Während du diese Worte mit dem Atem kombinierst, gehst du beim Einatmen und beim Ausatmen jeweils einen Schritt oder einige Schritte, je nachdem, wie es passend ist.

Es ist das Beste durch die eigene Praxis herauszufinden, welche Meditation einem liegt und dir unmittelbar „was bringt“. Ich freue mich, wenn du meinen Podcast Meditation und Inspiration abonnierst, hier findest du die verschiedensten Meditationen.

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